Ein System wirft Fragen auf

Auf den ersten Blick sind Antibiotika die Universalmittel gegen pathogene Bakterien und haben so bereits manches Menschenleben gerettet. Leider sind unsere modernen antibiotischen Medikamente keine konstanten Bakterienkiller. Sie wirken nur eine bestimmte Zeit lang. Danach geht ihre antiseptische Wirkung gegen pathogene Keime wieder verloren. Dieses Phänomen geht auf eine Entdeckung zurück, die der Zoologe Prof. Dr. Günther Enderlein (1872-1968) bereits im Jahre 1916 mit Hilfe der Dunkelfeldmikroskopie machte. Mikroben aller Couleur besitzen die natürliche Eigenschaft, sich an ihr Milieu anzupassen. Prof. Enderlein bezeichnete seine bahnbrechende Entdeckung als Pleomorphismus (Formenveränderung). Dieser Begriff impliziert die Wandelbarkeit von Viren zu Bakterien, von Bakterien zu Pilzen oder anderen Mikroorganismen, je nachdem, welchen Milieufaktoren sie ausgesetzt werden. Alle Bestrebungen der Hersteller, ein Antibiotikum zu entwickeln, das auf Dauer seine keimtötenden Eigenschaften behält, sind nach den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Scheitern verurteilt.

 

Antibiotika

 

Unabhängig von den Entdeckungen Prof. Enderleins gewann die Pleomorphismus-Theorie in den letzten Jahren durch die Nutzung moderner molekularbiologischer Methoden zunehmend Bestätigung. Prof. Dr. Max Taylor von der Universität Vancouver belegte mit seinen Studien, dass der Pleomorphismus speziellen Mustern folgt und bestimmte auslösende Faktoren besitzt, wobei das Milieu immer von ausschlaggebender Bedeutung ist.
Damit beginnt sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass der Antibiotika-Einsatz in eine Sackgasse führt und stattdessen dem Körpermilieu vorrangig Beachtung beigemessen werden muss. Darüber hinaus zeigen einige aktuelle Studien über Antibiotika sogar schwerwiegendere Nebenwirkungen, als bisher bekannt war.

Antibiotika schädigt die Darmflora

Nach einer Studie, die 2015 unter Leitung des Rheumatologen Dr. Daniel B. Horton entworfen und im Fachjournal Pediatrics verföffentlicht wurde, stehen Antibiotika im Verdacht, juvenile Arthritis bei Kindern auszulösen. Demnach besteht für Kinder ein erhöhtes Risiko, binnen weniger Jahre ein Kinder-Rheuma zu entwickeln, wenn sie öfters mit Antibiotika behandelt werden. Weiterhin macht die Studie deutlich, dass die Entstehung der juvenilen Arthritis (Kinder-Rheuma) in einem engen Zusammenhang mit der schädigenden Wirkung von Antibiotika auf die Darmflora der Kinder gesehen werden muss. Mit der Schädigung der Darmflora schwächt Antibiotika nachhaltig das kindliche Immunsystem, da der Darm ein wichtiger Bestandteil der Immunabwehr ist. Ein geschwächtes kindliches Immunsystem ermöglicht aber Infektionen mit seltenen Krankheitserregern, die die Immunabwehr derart irritieren können, dass die Entstehung von Autoimmunerkrankungen, wie der juvenilen Arthritis begünstigt wird.

In einer weiteren Studie über die juvenile Arthritis, die durch die Rutgers Universität New Jersey durchgeführt wurde, erhoben die Wissenschaftler die Daten von 450.000 Kindern. Davon litten 152 Kinder an Kinder-Rheuma. Diese Kinder hatten in ihrer frühen Kindheit doppelt so oft Antibiotika erhalten, als die gesunden Kinder. Aus der Datenlage ging hervor, dass sich das Risiko, an juveniler Arthritis zu erkranken verdreifachte, wenn die Kinder mehr als fünf Antibiotika-Therapien bekommen hatten, wobei der Krankheitsausbruch meistens schon ein Jahr nach der letzten Antibiose eintrat.

Unter niedergelassenen Medizinern und Kinderärzten besteht vielfach die Meinung, dass sich die Darmflora nach einer Antibiotika-Behandlung selbständig wieder erholt. Das ist bei weitem nicht immer der Fall. Oft regeneriert sich die durch Antibiotika geschädigte Darmflora erst nach Monaten. In dieser Zeit sind besonders Kinder einer erhöhten Gefahr durch pathogene Keime ausgesetzt, da sie den Erregern weniger Widerstand entgegenzusetzen haben. Ergebnisse von Studien mit Antibiotika-Behandlungen bei Labortieren, die im Juni 2015 im Magazin Nature Communications veröffentlicht wurden, machten deutlich, dass die Darmflora durch Antibiotika irreversibel geschädigt wurde und sich von allein nicht wieder regenerieren konnte. Nach etwa drei Antibiotika-Therapien war die Darmflora resistent gegen regulierende Ernährungseinflüsse geworden.

Des Weiteren war zu erfahren, dass sich die Knochen der Versuchstiere vergrösserten und deren Muskelmasse zunahm. Es ist bekannt, dass dieser Effekt bei Schlachtviehproduzenten gern genutzt wird, um eine Mastförderung zu erzielen. Diese Ergebnisse lassen aber auch darauf schliessen, dass häufige Antibiotika-Anwendungen bei Kindern der Grund dafür sein können, dass manche Kinder rascher wachsen und grösser und massiger sind, als Gleichaltrige, die keine Antibiotika bekommen haben.
Dr. Martin J. Blaser von der New York Universität bringt das übermässige Wachstum der Kinder und Jugendlichen, die mit Antibiotika behandelt wurden, mit einer veränderten Leberfunktion in Verbindung. Nach seiner Auffassung bildet die Leber der Kinder unter Antibiotika-Einfluss eine veränderte Enzymstruktur, die wiederum das Wachstumsschema der Kinder beschleunigen kann.

Alternativen zu Antibiotika

Molekularbiologen und Ärzte aus unserem Umfeld stellen sich hinter die Empfehlungen von Prof. Dr. Karl Hecht, wenn sich die Darmflora bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen schon in einem geschädigten Zustand befindet. Eine Sanierung des Darms mit Hilfe von Zeolith ist hierbei die erste Wahl. Zeolith adsorbiert durch seine mikroporöse Kristallstruktur alle pathogenen Keime im Darm und im gesamten Organismus. Es besitzt eine exzellente Ionenaustausch-Kapazität und schafft damit die Voraussetzung für eine dauerhafte Ausheilung des Darms. Damit bestehen gute Aussichten, die Darmflora mit Hilfe von hochwertiger Probiotika zu regenerieren.

Wenn es darum geht, bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen Infektionskrankheiten abzuwehren oder auszuheilen, hat sich CDL (Chlordioxid) bestens bewährt. Das alte und einfache Hausmittel oxidiert sicher alle Krankheitserreger nebenwirkungsfrei und effizient. Da CDL ph-sensibel ist, schafft es im Organismus und insbesondere im Darm ein ausgeglichenes Säure-Basen-Milieu und verhindert somit wirksam die Entstehung von Entzündungen.

Lorna Lutfiu

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