Im Jahr 1916 gründete der 13. Dalai Lama in Lhasa die zweite Schule für Medizin und Astrologie, das Men-Tsee-Khang. Diese Institution stand sowohl Mönchen, wie auch Laien offen. Die Ausbildung für Tibetische Ärzte war stark auf die praktische Behandlung von Patienten ausgerichtet. Die Anwendung der Tibetischen Medizin blieb nicht auf Tibet beschränkt, sondern verbreitete sich in der Mongolei, China, in buddhistischen Regionen von Russland, im sibirischen Burjatien und in Zentralasien sowie in Nepal, Sikkim, Bhutan und Ladakh.

Im russischen Zarenreich des 19. Jahrhunderts erreichte der Ruf der Wirksamkeit der Tibetischen Medizin sogar den Hof des Zaren in St.Petersburg. Dort eröffneten Tibetische Ärzte, ursprünglich aus Burjatien stammend, die erste Klinik und Apotheke für Tibetische Medizin in Europa. Von dort fand diese segensreiche Medizin ihren Weg in die Schweiz.

Tibetische Medizin

Natürliche Arzneimittel, so genannte Vielstoffgemische, sind das Herzstück der Tibetischen Medizin. Mit ihrer Hilfe kann der Tibetische Arzt sanfte Impulse in Körper und Geist auslösen und damit die Selbstheilungskräfte der Patienten fördern. Traditionell werden Tibetische Rezepturen aus pflanzlichen und mineralischen Bestandteilen zusammengesetzt.

Die Padma AG in Wetzikon ist seit 1969 weltweit der einzige Hersteller von pflanzlichen Arznei- mitteln aus der Tibetischen Medizin. Alle Pflanzenkompositionen werden ausschliesslich in der Schweiz hergestellt und basieren auf Jahrhunderte alten überlieferten Rezeptursammlungen. Die Schweiz nimmt in der Tibetischen Medizin eine Vorreiterstellung ein, indem das schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic die medizinische Kategorie „Tibetische Heilmittel“ anerkennt und bereits in den 1970er Jahren erste Arzneimittel der Tibetischen Medizin zugelassen hat.

Die Forschung in der Tibetischen Medizin

Die Erforschung Jahrhunderte alter pflanzlicher Rezepturen aus der Tibetischen Medizin ist der Grundpfeiler der Unternehmensgeschichte der Padma AG. Der Padma-Gründer Karl Lutz war bereits zu seiner Zeit vom Wert einer wissenschaftlich fundierten Synthese zwischen naturwissenschaftlicher und traditioneller Tibetischer Medizin überzeugt. Sein Pioniergeist machte Padma zur ersten Institution überhaupt, die mit der wissenschaftlichen Auseinandersetzung der traditionellen Rezepturen aus der Tibetischen Medizin begann.

Von Beginn an förderte Padma die wissenschaftliche Erforschung der Wirkmechanismen und der medizinischen Anwendungsgebiete tibetischer Vielstoffgemische. Die Padma-Pflanzenkompositionen sind über die Zeit zu den besterforschten tibetischen Rezepturen weltweit geworden. Seit ihrer Gründung betreibt Padma den Brückenschlag zwischen den Kulturen, dem Wissen und den Medizinsystemen. Als verbindendes Element dienten dabei stets die Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Forschungsarbeiten.

Um tibetische Heilmittel in das heutige Medizinsystem zu integrieren, muss ihre Wirkung für Ärzte und Patienten im wissenschaftlich-rationalen Kontext der modernen Medizin verständlich sein.
Dafür sind wissenschaftliche Untersuchungen, welche die Wirkungsweise dieser Rezepturen erklären, unabdingbar. Deshalb beteiligt sich Padma seit vielen Jahren an zahlreichen Forschungsprojekten in der Schweiz, Europa und Übersee. Im Fokus der Forschung befindet sich stets die Wirksamkeit und Verträglichkeit tibetischer Vielstoffgemische.

Vor allem in den letzten Jahren hat die Forschung mit tibetischen Arzneimitteln exponentiell zugenommen. Die wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten sind unter der Datenbank PubMed abrufbar. Erkenntnisse aus diesen Studien tragen einerseits dazu bei, Medizinern einen Zugang zur Tibetischen Medizin zu schaffen. Andererseits fördern sie die Bekanntheit und Anerkennung der Tibetischen Medizin im internationalen Kreis der Wissenschaft.

Durchblutungsstörungen

Die Durchblutung findet im ganzen Körper statt und ist ein zentrales Element für die Gesundheit. Demzufolge kann sich eine Durchblutungsstörung in verschiedenen Körperteilen bemerkbar machen, wie in den Beinarterien bei der „Schaufensterkrankheit“, in den Füssen beim diabetischen Fuss, in den Arterien innerer Organe wie Herz und Nieren, in den Arterien des Beckens wie der Gebärmutter, den Eierstöcken und dem Penis, im Herzmuskel bei Angina pectoris oder im Gehirn bei Gedächtnisstörungen wie der Alzheimer-Demenz.

Bei Durchblutungsstörungen der Venen können „schwere Beine“ sowie Spannungsgefühle in den Beinen und Armen auftreten. Erste Anzeichen einer Durchblutungsstörung sind häufig Kribbeln, „Ameisenlaufen“ in den Beinen und Armen, „Einschlafen“ von Händen und Füssen sowie Wadenkrämpfe. Um schlimmere Erkrankungen zu verhindern, ist es wichtig, diese Beschwerden ernst zu nehmen. Eine unausgewogene Ernährung, Rauchen, Stress und Bewegungsmangel tun das Ihrige, um Durchblutungsstörungen zu verstärken. Aber auch die Umweltbelastung durch Elektrosmog und Nanosierung der Atemluft trägt in dramatischer Weise zu den Durchblutungsstörungen bei.

Zu Beginn einer Durchblutungsstörung sind vor allem die Mikrozirkulation, die kleinen und kleinsten Blutgefässe wie Arteriolen, Venolen und Kapillaren betroffen. In diesen fliesst das Blut bis in den Zellbereich und versorgt die Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Aber auch Abwehrzellen gelangen über die Mikrogefässe an ihren Einsatzort. Im Gegenzug nimmt das Blut Abfall- und Giftstoffe aus den Zellen mit und bringt diese zu den Entgiftungsorganen, damit sie ausgeschieden werden können. Eine gesunde Durchblutung vom Herzen bis zu den kleinsten Blutgefässen ist darum wichtig.

Chronische Entzündung

Die moderne Lebensart bringt Fortschritt, Bequemlichkeit und Genuss. Dies bedeutet aber häufig auch eine Belastung für den Organismus, denn täglich werden wir mit Stresssituationen konfrontiert. In unserem Körper entstehen zu viele so genannte freie Radikale, das sind aggressive Sauerstoffverbindungen. Diese schädigen die Zellen und aktivieren Stresshormone. Auf die Dauer wird dadurch die körpereigene Abwehr geschwächt.

Bereits im normalen Stoffwechsel eines Menschen entstehen jeden Tag ungeheuer viele freie Radikale. Zusätzlich enorme Mengen freier Radikale muss der Körper durch psychischen und körperlichen Stress, belastende Umweltfaktoren, Ernährungsfehler und Krankheiten wie Diabetes mellitus und Bluthochdruck verkraften. Ein gesunder Körper kann damit umgehen und über seine antioxidativen Mechanismen die freien Radikale und oxidativen Substanzen unschädlich machen und entgiften.

Ist über längere Zeit zu viel oxidativer Stress im Körper vorhanden oder werden zu viele freie Radikale gebildet, führt dies zu einer andauernden leichten Reizung und Aktivierung des Immunsystems. Über einen längeren Zeitraum kann so ein schwelbrandähnlicher, chronischer und unterschwelliger Entzündungszustand im ganzen Körper entstehen. Man spricht auch von einer Low-Level-Entzündung. Entstehen diese Entzündungen in den Wänden der Blutgefässe, kann es längerfristig zu Verengungen der Gefässe und dadurch zu Durchblutungsstörungen kommen. Pflanzliche Schutzstoffe können die schädlichen Sauerstoffverbindungen in Schach halten und entzündungshemmend wirken. Solche neutralisierenden Pflanzenschutzstoffe liefern die Vielstoffgemische aus der Tibetischen Medizin.

Padma 28 bei Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose

Das pflanzliche Arzneimittel Padma 28 wird bei ersten Anzeichen von Durchblutungsstörungen wie Kribbeln, Ameisenlaufen, Schwere und Spannungsgefühl in den Beinen und Armen, Einschlafen von Händen und Füssen sowie bei Wadenkrämpfen angewendet. Es ist seit 1977 in der Schweiz als Arzneimittel zugelassen und wird nach einem bewährten Rezept der Tibetischen Medizin hergestellt. Gemäss der Tradition der Tibetischen Medizin werden den Campher-Rezepturen (tibetisch Gabur), auf denen Padma 28 basiert, durchblutungsfördernde, entzündungshemmende und bei Atemwegsinfektionen antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben. Die in Padma 28 verwendeten über 20 Heilkräuter enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, von denen viele ein antioxidatives Potenzial besitzen. Neben diesen wertvollen Heilpflanzen enthält Padma 28 auch einen mineralischen Inhaltsstoff. In der Padma-Rezepturen-Sammlung ist die Gabur-Formel die 28. Rezeptur. Daher trägt dieses Arzneimittel den Namen Padma 28.

Padma 28

Die Zusammensetzung von Padma 28

Die Wirkung von Padma 28 entsteht durch die Vielfalt an wertvollen Heilpflanzen und wird durch das Zusammenspiel einer grossen Anzahl an Inhaltsstoffen hervorgerufen. In Padma 28 sind unter anderem folgende Stoffgruppen enthalten:

Ätherische Öle (Duft- und Aromastoffe, Terpene): Sie wirken antimikrobiell und lokal schmerzstillend.
Pflanzliche Farbstoffe in Blüten, Blättern und Stängeln (Flavonoide): Sie unterstützen die Immunfunktion, sind antimikrobiell, entzündungshemmend und antioxidativ.
Gerbstoffe (Tannine): Sie sind entzündungshemmend und antioxidativ.
D-Campher wirkt kreislauftonisierend.

Gemäss den Prinzipien und Erkenntnissen der Tibetischen Medizin ist Padma 28 aus Hauptkomponenten und Nebenkomponenten zusammengesetzt. Die einzelnen Bestandteile sind in der Mischung niedrig dosiert und erzielen ihre therapeutische Wirkung bei Durchblutungsstörungen auf additive, synergistische und antagonistische Weise. Das bedeutet, die Nebenkomponenten modulieren die Wirkungen der Hauptkomponenten und fangen deren mögliche unerwünschte Wirkungen ab. Sowohl die niedrige Dosierung als auch das Zusammenspiel der Bestandteile führen dazu, dass Padma 28 im Allgemeinen gut verträglich ist und keine gefährlichen oder unangenehmen Nebenwirkungen auslöst.

Die Dosierung von Padma 28

Erwachsene nehmen täglich 3×2 Kapseln vor oder zu den Mahlzeiten mit genügend Flüssigkeit bis zur deutlichen Besserung der Symptome ein.
Danach hat sich eine Erhaltungsdosis von 1-2 Kapseln täglich bewährt. Padma 28 kann über Monate täglich eingenommen werden. Die Einnahme von Padma 28 durch Kinder und Schwangere sollte mit Ihrem behandelnden Arzt besprochen werden.
Padma 28 enthält keine Laktose und ist glutenfrei. 1 Kapsel enthält rund 50 mg verfügbare Kohlenhydrate und ist daher für Diabetiker geeignet.
Padma 28 ist in der Schweiz in Packungen von 60, 200 oder 540 Kapseln rezeptfrei in Apotheken und Drogerien erhältlich.

Der Bezug von Padma 28 in Deutschland ist an die Regelungen einzelimportierter Arzneimittel nach § 73 Abs. 3 Arzneimittelgesetz gebunden. Ihr Arzt wird Ihnen nach Absprache Padma 28 rezeptieren und Ihre Apotheke wird Ihnen Padma 28 nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften aus der Schweiz beschaffen.
Für Ärzte und Interessierte haben wir die wichtigste Literatur über die Tibetische Medizin zusammengestellt.

Lorna Lutfiu

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