Ein unterbelichtetes Phänomen in der Dentalmedizin mit weitreichenden Folgen

Die alten Zahnärzte wissen es noch, dass man die Weisheitszähne so früh wie möglich entfernen sollte.
Die Weisheitszähne stammen evolutionsbiologisch aus einer Zeit, in der die Menschen noch über einen grossen Gesichtsschädel mit breiten Kieferknochen verfügten und sich von Pflanzen und rohem Fleisch ernährten. Das Feuer veränderte die Ernährungsgewohnheiten dramatisch. Gebratenes und Gekochtes reduzierte den Kraftaufwand beim kauen und liess die Kieferknochen schrumpfen.

Der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. med. Werner Kollath wies nach, dass der Mangel an Vitalstoffen, insbesondere an Mineralien, zu einer Verkürzung der Kieferknochen führt. Ausserdem wird das Knochenwachstum, ganzheitlich gesehen, auch durch die Nieren beeinflusst. In unserer Zeit weit verbreitete ernährungsbedingte oder ererbte Bindegewebsschwächen können bewegliche Nieren zur Folge haben, was ebenfalls zu Kieferverkürzungen führen kann.

Zusammen genommen gibt es also eine Fülle von Ursachen, weshalb für die Weisheitszähne in unseren Kiefern oftmals der Platz fehlt. Im Ergebnis sind die Weisheitszähne dann retiniert (gehemmt), können nicht vollständig aus dem Kiefer herauswachsen oder verursachen Fehlstellungen benachbarter Zähne.

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Weisheitszähne beizeiten entfernen

Wenn Sie Ihrem Kind einen sorglosen Start ins Leben ermöglichen wollen, dann sind Sie gut beraten, ihm zwischen dem 13. und 16. Lebensjahr die Weisheitszähne entfernen zu lassen. In diesem Lebensabschnitt sollten die Zahnsäckchen mit den noch unausgebildeten Wurzeln fachgerecht aus dem Kiefer geschält werden. Erst im Oberkiefer, dann im Unterkiefer. Es ist ein kleiner Eingriff, den der erfahrene Zahnarzt oder Kieferchirurg rasch erledigt.

Bei vielen Jugendlichen ist eine Korrektur der Fehlstellungen der Zähne angezeigt und mit der Zahnspange auch problemlos zu erreichen. Dabei lässt sich die Zahnästhetik mittels Zahnspange, oder neudeutsch „brace“, bei Heranwachsenden vom Kieferorthopäden zielführender arrangieren, wenn die Weisheitszähne bereits entfernt wurden und nicht in das Korrekturkonzept einbezogen werden müssen. Bei den Weisheitszähnen ist ein orthogrades Einstellen im Kiefer ohnehin nur bis zum 21. Lebensjahr möglich. Ist dieses Alter überschritten, hilft nur die Extraktion der Weisheitszähne.

Von den integrativ arbeitenden Zahnärzten und Kieferchirurgen in unserer Community war zu erfahren, dass in Fachkreisen Einigkeit darüber besteht, welche verheerenden „Nebenwirkungen“ in den Kiefer durchbrechende Weisheitszähne auf die kognitiven Fähigkeiten der Heranwachsenden ausüben können. Lernprobleme bei den Kindern und Jugendlichen können auf das Konto herauswachsender Weisheitszähne gehen. Wenn Sie also alle Lernbeeinträchtigungen von Ihrem Kind fernhalten wollen, dann ist die frühzeitige Entfernung der Weisheitszähne ein wichtiger Schritt.

Was können Weisheitszähne anrichten?

Wenn Sie zu der unterprivilegierten „Spezies“ zählen, der die Weisheitszähne nicht in frühester Jugend entfernt wurde und sie Ihnen Probleme bereiten, sollten Sie mit Bedacht daran gehen, Ihre Weisheitszähne ziehen zu lassen. Retinierte oder vereiterte Weisheitszähne können im Organismus eine ruinöse Wirkung entfalten, das Immunsystem lahmlegen oder sogar Krebs auslösen.

Leider sind in der Vergangenheit sogar Fussballer und Spitzensportler zu Tode gekommen, weil bei ihnen der Eiter aus den vereiterten Weisheitszähnen unter der Sportbelastung ins Blut eingebrochen ist und eine systemische Sepsis (Blutvergiftung) verursacht hat. Ist der Eiter einmal im Blut, ist es um Sie geschehen. Von Fussball und Leichtathletik sind plötzliche Todesfälle bekannt, die auf einen entzündeten Herzmuskel des Sportlers zurückzuführen waren. Nur wenige Ärzte gehen soweit, anhand einer Biopsie den Nachweis zu führen, dass die Herzmuskelentzündung ursächlich mit vereiterten Weisheitszähnen im Zusammenhang stand, wie man das optisch an der schwarzen „Schale“ um die Zahnwurzel herum beobachten konnte.

Es ist also Vorsicht geboten. Man muss wissen, dass die Weisheitszähne über das Meridiansystem eine enge Beziehung zu bestimmten Organen und Organsystemen besitzen. Im Oberkiefer (Zahn 18 und 28) sind es das Herz, die Nieren, das Zentrale Nervensystem, die Hypophyse (Hormondrüse), die Psyche, das Innenohr, Schulter-und Ellenbogengelenke, Handgelenke, Fussgelenke und Zehen. Ausserdem besteht eine Beziehung zu bestimmten Rückenmarksegmenten, Rückenwirbeln und zum Duodenum (Zwölffingerdarm).

Im Unterkiefer sind die Weisheitszähne (Zahn 38 und 48) über das Meridiansystem mit den Peripheren Nerven, Herz und Kreislauf, den Nebennieren, Dünndarm, Schulter-und Ellenbogengelenken, den Handgelenken, Fussgelenken und Zehen verbunden. Ausserdem besteht eine Beziehung zum Energiehaushalt, zum Ohr, zur Augennetzhaut und zu bestimmten Rückenmarksegmenten und Rückenwirbeln.

Sie sollten also in Ihrem eigenen Interesse aktiv werden, wann immer sich bei Ihnen eine Befindlichkeitsstörung oder Erkrankung nicht exakt abklären lässt. Auch ein dauerndes Schwäche- oder Müdigkeitsgefühl kann ein Anzeichen für eine Weisheitszahnvereiterung sein.

Wann sollten kranke Weisheitszähne entfernt werden?

Eine Extraktion vereiterter Weisheitszähne sollte aus oben genannten Gründen so rasch als möglich erfolgen. Es lohnt sich, dafür den geeigneten Zeitpunkt zu eruieren. Integrativ arbeitende Zahnärzte betrachten das 8. Zahnfach als das menschliche Energiezentrum mit seinen Subsystemen. Die Ignoranz dieser Tatsache kann irreversible Schäden am Immunsystem zur Folge haben und den Patienten in eine gesundheitliche Dekompensation stürzen. Die unbedachte Extraktion der unteren Weisheitszähne (Zahn 38 und 48) bedingt dann meistens eine Minderfunktion bestimmter Organe, wie den Nebennieren, die zunehmend weniger Cortisol produzieren, was Störungen im Immunsystem auslöst. Autoimmunkrankheiten wie Bronchialasthma, Allergische Rhinopathie (Erkrankung der Nasenschleimhäute) oder Hautekzeme sind oft die Folge, da die Nebennieren, ganzheitlich gesehen, in enger Beziehung zu den Weisheitszähnen 38 und 48 stehen.

Weisheitszähne gehören ausserdem zum Subsystem Herz und Dünndarm, wodurch sich Kreislaufprobleme und auch Herzbeschwerden, wie Herzrhythmusstörungen erklären lassen, zieht man sie zum falschen Zeitpunkt. Weiterhin befinden sich im Dünndarm die so genannten Peyerschen Plaques, die in der Medizin als darmassoziertes Immunsystem bezeichnet werden und etwa 60 Prozent der B-Lymphozyten produzieren. Daran ist erkennbar, welchen Stellenwert die Weisheitszähne für das Immunsystem innehaben.
Erschwerend kommt hinzu, dass der Patient aufgrund eines monatelangen Zeitversatzes zwischen der Zahnextraktion und dem Auftreten von Beschwerden keinen Zusammenhang zu den Ursachen zu erkennen vermag.

Um all dies zu vermeiden, sollten Sie beim Ziehen der Weisheitszähne die Biorhythmen des Mondes beachten. Wichtigste Regel: Weisheitszähne nur bei abnehmendem Mond ziehen lassen! Meiden Sie Tage, an denen der Mond in folgenden Tierkreiszeichen steht: Zwillinge, Wassermann, Waage und Stier. Wenn Sie es einrichten können, sparen Sie die Zeit von 11 bis 13 Uhr aus (Herz-Rush hour). Meiden sollten Sie ausserdem die Tageszeit von 17 bis 19 Uhr (Nieren-Rush hour).

Sie sind gut beraten, sich an das archaische Erfahrungswissen vom Mondphasenzyklus zu halten, das hier nur beschrieben, nicht aber erklärt werden kann. Ausschlaggebend sind allein die Ergebnisse. Und die sprechen für sich. Am besten besorgt man sich das Buch von Johanna Paungger „Vom richtigen Zeitpunkt“. Es enthält neben zahlreichen wertvollen Hinweisen auch ein Kalendarium mit allen relevanten Indizes, damit Sie in Ruhe planen können.

Falls mehrere Weisheitszähne „zur Disposition“ stehen, lassen Sie zuerst den homolateralen (geschlechtsspezifischen) Weisheitszahn ziehen. Die homolateralen Weisheitszähne befinden sich im Unterkiefer und besitzen eine Schlüsselstellung zu den menschlichen Subsystemen. Bei Frauen ist es zu etwa 90% der rechte Weisheitszahn (Nr. 48) und bei Männern etwa zu 90% der linke (Nr. 38). Die anderen Weisheitszähne sollten Sie im Abstand von 3 Monaten ziehen lassen, um dem Körper zwischenzeitlich eine notwendige Erholung zu gewähren.

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Wie sollten kranke Weisheitszähne entfernt werden?

Zunächst sollte der Arzt eine Panoramaschichtaufnahme vom Kiefer anfertigen, um sich einen Überblick über Kiefer und Weisheitszähne zu verschaffen. Die Virtuosen unter den Zahnärzten und Kieferchirurgen machen die „Extraktionstechnologie“ von der Beschaffenheit Ihres Weisheitszahnes abhängig. Retinierte Zähne mit nicht voll ausgebildeten Wurzeln wird der Arzt beim Ziehen mit der Zange im Kiefer etwas verschränken, wodurch der Alveolarknochen gedehnt wird. Nach kurzer Zeit lässt die Spannung nach und der Zahn kann knochenschonend herausgezogen werden. Sind die vier grossen Wurzeln voll ausgebildet, wird der Arzt mit dem Bohrer den Zahn spalten und jede Wurzel einzeln ziehen. Ist der Zahn vereitert, wird der Zahnarzt nach dem Ziehen die Wundhöhle auskratzen und von Eiter und totem Gewebe befreien. Er wird die Wunde, soweit möglich, nicht zunähen.

Somit kann der Eiter besser abfliessen, wenn die Wunde offen bleibt. Nicht zuletzt wissen einige Zahnärzte von tödlichen Hirnvenenthrombosen zu berichten, bei Patienten, denen die Wundhöhle nach der OP zugenäht wurde. In aller Regel ist die vereiterte Wundhöhle von einer Kapsel umgeben, sodass kein Eiter in das umgebende Körpergewebe gelangen kann. Daher erübrigt sich auch eine Behandlung mit Tabletten oder Spritzen. Zu guter Letzt wird der Zahnarzt noch eine Aufnahme von der Wundhöhle „schiessen“, um sicherzustellen, dass keine vereiterten Wurzelreste mehr im Kieferknochen verblieben sind.

Der Patient wird den fliessenden Eiter stets ausspucken und keinesfalls herunterschlucken. Zu Hause sollte sofort damit begonnen werden, viertelstündlich je zwei Pastillen Ferrum phosphoricum D12 nach Dr. Schüssler zu lutschen. Dies sollte den ganzen restlichen Tag geschehen. Somit bilden sich massenhaft weisse Blutkörperchen und die Wundheilung wird erheblich beschleunigt. Am Tag darauf genügt es, stündlich zwei Pastillen Ferrum phosphoricum D12 zu lutschen.

Eine Weisheitszahn-OP ist für jeden Erwachsenen ein ernsthafter Eingriff. Eine Krankschreibung für eine Woche sollte die Regel sein. Beachten Sie bitte, nicht schwer zu heben und den Kopf nicht zu sehr nach unten zu beugen. Haare waschen und schwimmen sollte für die nächsten Tage tabu sein. Am besten nehmen Sie die Beine hoch und lesen ein gutes Buch oder hören Musik. Falsches Heldentum hat schon mancher mit seinem Leben bezahlt.

Welche Nachsorge wird nach Weisheitszahn-Extraktionen empfohlen?

Es gibt durchaus Patienten, die nach einer Weisheitszahn-OP Herzrhythmusstörungen bekommen. Dies geschieht besonders bei Extraktionen der homolateralen Weisheitszähne. Ein gutes Mittel dagegen ist eine nochmalige Lokalanästhesie, die meistens sehr rasch zum Verschwinden der Herzrhythmusstörungen führt. Sie sollten diese Eventualität vorher mit Ihrem Zahnarzt besprechen.

Eine exzellente Möglichkeit zur Wiederherstellung Ihrer Kraft und Energie nach einer schwerwiegenden Weisheitszahn-Extraktion ist das Japanische Heilströmen, auch Jin Shin Jyutsu genannt. Es zeigt bereits positive Wirkung, wenn man dafür täglich 30 Minuten Zeit aufwendet. Besorgen Sie sich das Buch von Ingrid Schlieske „Japanisches Heilströmen“. Beim Strömen zu bevorzugen sind die Energieschlösser 4 und 13. Noch wirksamer ist es, wenn Sie sich von Ihrem Partner strömen lassen können. In diesem Fall ist anstelle Nr. 13 das Energieschloss 10 zu favorisieren, weil es den meisten Zugewinn an Energie verheisst. Bereits nach kurzer Zeit werden Sie diese Art der „Rekonvaleszenz“ zu schätzen wissen und nicht mehr missen wollen.

Lorna Lutfiu

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