Zinksupplementierung kann Serumlipidprofil verbessern und damit möglicherweise das Arterioskleroserisiko senken

Zink

Eine neue Meta-Analyse zusammen mit einer systematischen Überprüfung zeigte, dass eine Zinksupplementierung von durchschnittlich 39 mg/Tag die Blutspiegel der wichtigsten Biomarker für Fettstoffwechselstörungen, also LDL-Cholesterin, Gesamtcholesterin und Triglyzeride, wirksam reduzieren könnte. Bei Patienten mit bestehenden Herz- und Gefäßkrankheiten war die Wirkung besonders deutlich.

Zink (Zn) ist nach Eisen das zweithäufigste Spurenelement im Körper und in jeder lebenden Zelle vorhanden. Es findet sich in über 300 verschiedenen Enzymen und ist somit ein essenzieller Baustein allen Lebens. Eine ausreichende Zinkzufuhr ist für eine Reihe wichtiger Körperfunktionen von Bedeutung, wie etwa Immunfunktion, Proteinsynthese, Wundheilung, DNA-Synthese und Zellteilung. Bei Erwachsenen empfehlen europäische Gesundheitsbehörden für Männer eine Zufuhr von 9,5 mg Zink pro Tag, für Frauen werden 7 mg Zink pro Tag empfohlen. Ein Drittel der Weltbevölkerung, hauptsächlich in den Entwicklungsländern, leidet unter Zinkmangel.

Zinkmangel hat negative Auswirkungen auf den Fettsäure- und Kohlenhydrat-Stoffwechsel, die beide für eine gute kardiovaskuläre Gesundheit wichtig sind. Er macht vaskuläre Epithelzellen auch anfälliger für die Wirkung von oxidativem Stress. Es gab schon früher Hypothesen, nach denen Zink eine positive Wirkung auf die Blutserumspiegel haben könnte. Eine Meta-Analyse, die Studien bis 2008 berücksichtigte, konnte jedoch keinen Zusammenhang feststellen. Es wurde jetzt allerdings eine neue Meta-Analyse zusammen mit einer systematischen Überprüfung durchgeführt, da es nach 2008 eine Reihe positiver Studien gab. Nach dem üblichen Auswahlverfahren wurden 32 Studien mit insgesamt 14.515 Teilnehmern berücksichtigt.

Die Studienergebnisse zeigten, dass eine Zinksupplementierung (durchschnittlich 39,3 mg/Tag) zu einer signifikanten Senkung von LDL-Cholesterin (-4,78 mg/dl), Gesamtcholesterin (-10,72 mg/dl) und Triglyzeriden (-8,73 mg/dl) führte. Die Wirkung war bei Teilnehmern mit bestehenden Herzerkrankungen besonders deutlich. Bei diesen wurden zusätzlich auch die HDL-Cholesterin-Werte gesteigert. Zusammengefasst gesagt liefert diese Studie Belege dafür, dass die Zinksupplementierung ein nützlicher Bestandteil der Behandlung von Fettstoffwechselstörungen sein könnte – insbesondere bei Patienten mit bereits bestehenden Herz- und Gefässkrankheiten.

Quelle: DSM

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